[ 21. August 2021 ]

Hessentags-Botschafter Lukas Kaiser wurde überall freundlich empfangen

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Mit großem Applaus wurde Lukas Kaiser am Montagabend vom Haigerer Magistrat empfangen. „Sie haben uns hervorragend vertreten und ganz tolle Werbung für den Hessentag gemacht“, lobte Bürgermeister Mario Schramm den 23-jährigen Langenaubacher. „Wir sind sehr froh, dass Sie gesund zurückgekehrt sind.“ 1000 Kilometer war der Sportstudent kreuz und quer durch Hessen gefahren und hatte ehemalige oder zukünftige Hessentagsstädte besucht. Für seine Anstrengungen wurde er vom Magistrat mit einem Gutschein belohnt. Schramm dankte allen Spendern, die anlässlich der Radtour die Flutopfer an der Ahr mit einer Spende unterstützt hatten.

Kurz vor dem Besuch im Magistrat hatte Lukas Kaiser in zwei Interviews in HR3 und HR4 über seinen Hessen-Trip berichtet und erzählt, wie freundlich er überall empfangen wurde. „Die Leute waren wirklich sehr nett“, blickt er zurück. So erhielt er in Korbach einen Stoffbeutel, der mit Verpflegung gefüllt war (eine Kaffeetasse musste in Korbach bleiben, weil sie nicht mehr in das Gepäck des Radsportlers gepasst hätte). In Gelnhausen wollte er abends gegen 18.30 Uhr gerade sein Stativ aufbauen, um ein Foto mit Selbstauslöser zu machen, als ein netter Mann mit Aktentasche aus dem Rathaus kam. Es handelte sich um Bürgermeister Daniel Glöckner, der sich natürlich gerne mit auf das Foto stellte und dem jungen Sportler alles Gute für die Reise wünschte.

Das Rathaus-Team aus Pfungstadt legte ganz großen Wert darauf, den Hessentags-Botschafter zu empfangen. Kein Wunder – schließlich schauen die Pfungstädter als Ausrichter des Hessentages 2023 ganz genau darauf, was die Haigerer im Vorfeld so alles anstellen. In Rathäusern, in denen er niemand antraf, gab Kaiser eine speziell gestaltete Einladungskarte für den Hessentag 2022 (10. – 19. Juni 2022) ab.

In Summe kam Lukas auf 996 Kilometer bis zum Haigerer Rathaus. „Als ich daheim in Langenaubach war, waren es genau 1000“, schmunzelt der Student, der am ersten Tag 186 Kilometer schaffte und dann 179 (Dienstag), 172 (Mittwoch), 146 (Donnerstag), 137 (Freitag) und 176 Kilometer absolvierte. Zu den anspruchsvollsten Etappen gehörte die Fahrt auf die Wasserkuppe. „Das war landschaftlich wunderschön, aber ganz schön anstrengend.“ Die Anstrengung der Tour hat er auch körperlich gespürt. Die Oberschenkel brennen noch etwas, und er hat über zwei Kilo abgenommen.

Auch abenteuerlich ging es für den 23-Jährigen zu, der zwar einmal ein Hostel ansteuerte, ansonsten aber auch im Freien biwakierte. Einmal wurde er nachts um drei Uhr von einer Rotte Wildschweine geweckt. „Zum Glück haben die sich schnell wieder verzogen, etwas mulmig war mir schon“, blickt der Student der Sportkommunikation zurück. Das Abenteuer, mit einem wetterfesten Schlafsack im Feld zu übernachten, gehört für den Naturburschen einfach dazu. Zweimal steuerte er Hostels an, um duschen zu können. Ansonsten war Minimalismus angesagt. Mehrfach wurde er von Regenschauern erwischt. Zum Glück konnte er stets ins Trockene flüchten, aber die Schuhe waren anschließend mit Wasser gefüllt.

Auch von Pannen blieb er nicht verschon. Bereits nach drei Tagen waren alle Ersatzschläuche aufgebraucht. Gut, dass ihm Rainer Müller von der BikeGarage noch am Tag der Abfahrt einen Schlauch in die Hand gedrückt hatte: „Den kannst Du vielleicht brauchen…“ Stimmt!